Dein Weg in den Tourismus

Wie werde ich Urlaubsmacher?

In der Tourismusbranche ist vor allem Leidenschaft und Charakter gefragt. Ob mit abgeschlossener Berufsausbildung oder einem Studium aber auch als Neu- oder Quereinsteiger: Die Möglichkeiten zum Durchstarten sind vielfältig. Denn die Tourismusbranche vereint klassische Tourismusberufe sowie mit dem Tourismus verbundene Berufe. Wir zeigen auf, wie dein (Berufs-)Weg zum Urlaubsmacher aussehen kann und geben dir Tipps für deinen Einstieg in die schönste Branche der Welt.

© erlebe.bayern – Gert Krautbauer
© erlebe.bayern – Peter von Felbert

Besondere Arbeitgeber

Hier könnt ihr sie kennenlernen – spannende Arbeitgeber im bayerischen Tourismus, die genau das bieten, was ihr sucht: Atmosphäre, Wertschätzung, Nachhaltigkeit, Aufstiegsmöglichkeiten. Stellt einfach die passenden Filter ein.

Los geht’s!

Gute Gründe für einen Einstieg im Tourismus

„Die Touristikbranche hat einen speziellen Vibe – die Leute sind locker, es gibt große Netzwerke, und obwohl dort so viele Menschen arbeiten, fühlt es sich an wie eine große Familie.“

Janine Bucha, Senior Marketing Managerin bei SunnyCars

„Ich lebe seit vielen Jahren in Tourismusregionen. Das ist schon etwas Spezielles. Man freut sich über das größere Angebot, etwa bei Restaurants, bei der Infrastruktur, aber vor allem hat man diesen Dienstleistungsgedanken, diese spezielle Denkweise. Die Lebensqualität ist durch den Tourismus schon eine andere, sei es hier, sei es im Allgäu, sei es am Mittelmeer.“

Christian Sichert, Direktor Legoland Feriendorf in Günzburg

„Wir machen Kultur erlebbar. Ohne unsere Arbeit wäre die Stadt nicht so lebenswert. In den Pandemiejahren konnten keine Veranstaltungen stattfinden. Man hat richtig gemerkt, dass das etwas mit den Einheimischen gemacht hat. Kultur bringt die Menschen zusammen und das Miteinander verändert die Gesellschaft.“

Magdalena Stuber, Eventmanagerin in der Veranstaltungsabteilung der Kurverwaltung Bad Aibling

© erlebe.bayern – Gert Krautbauer

Urlaubsmacher

Urlaubsmacher haben Spaß! Nicht nur in Jobs im Hotel, am Skilift oder hinter dem Wirtshaustresen. Auch Fotografen, Ranger und Gärtnerinnen können sich in der bayerischen Tourismusbranche verwirklichen. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Und nicht nur Gäste profitieren davon. Auch den Einheimischen kommt die Arbeit der Urlaubsmacher zugute.

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Viele Wege führen in den Tourismus

„Schon zu Schulzeiten habe ich vom Reisen und dem Arbeiten in der Touristik geträumt. Als ich dann ein Praktikum in einem Reisebüro absolvierte, wusste ich sofort, dass ich genau das machen will. Und 2015 habe ich dann mit der Ausbildung begonnen.“

Maria Marantidou
Büroleiterin im Reisebüro Reiseland im Zentrum von Augsburg

„Da meine Familie aus der Türkei kommt und unsere Verwandten in ganz Europa verteilt sind, bin ich schon als Kind viel gereist – das hat mich schon immer gereizt. So lag es nahe, im Tourismus zu arbeiten. Zuerst absolvierte ich eine klassische Ausbildung zum Tourismuskaufmann, studierte danach noch Tourismus und arbeitete für den Reiseveranstalter Thomas Cook.“

Hakan Ardic
Vizepräsident beim Münchner Start-up Wirelane

„Mit meinen Eltern war ich schon immer viel in den Bergen unterwegs. Mein Vater war einer der ersten deutschen Bergführer und er gründete schließlich auch mit der Bergschule Oberallgäu die erste Bergschule des Allgäus, daher lag das in der Familie. Dennoch habe ich zuerst eine Ausbildung zum Industriemechaniker gemacht und in diesem Beruf auch ein paar Jahre mit Freude gearbeitet, bevor ich mich entschloss, hauptberuflich Bergführer zu werden.“

Bernd Zehetleitner
Bergführer und Leiter der Bergschule Oberallgäu

„Ich bin seit 2011 bei der Nebelhornbahn, habe aber schon immer in der Branche gearbeitet. Ich bin hier in der Region aufgewachsen und die Seilbahnen waren ein Teil meiner Freizeit. Und weil ich gerne in der Natur unterwegs bin, habe ich mich für diese Arbeit entschieden. Ich habe meine Lehre bei der Fellhornbahn gemacht, war danach zwei Jahre lang Vollzeit an der Technikerschule und bin dann wieder bei der Nebelhornbahn gelandet.“

Christian Hatt
stellvertretender Betriebsleiter und Leiter der Elektroabteilung der Nebelhornbahn

„Ich habe in Benediktbeuern Sozialpädagogik studiert und für meine Diplomarbeit über sanften Tourismus unter anderem bei den hiesigen Jugendherbergen recherchiert. Ich wollte immer schon Umwelt, Natur und Pädagogik verbinden, so war ich dann bei den Jugendherbergen erst freiberuflich tätig und bin seit 2005 fest angestellt.“

Gerhard Weiser
Koordinator der Alpinen Studienplätze der Jugendherbergen Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Oberammergau und Walchensee

„Bei einem Schulpraktikum im Staatsbad Bad Bocklet wurde mir klar, dass Tourismus genau mein Ding ist. Deshalb machte ich eine Ausbildung zur Kauffrau für Freizeit und Tourismus bei der Rhön GmbH und studierte dann Tourism & Travel Management an der Hochschule Worms. Nach dem Studium begann ich beim Tourismusverband Romantisches Franken, ging dann aber wieder zurück Richtung Heimat. Ich bin Franken also immer treu geblieben.“

Sophia Papadopoulos
Tourismusmanagerin beim Zweckverband „Frankens Saalestück“

„Nach der Schule hatte ich zwei Wunschberufe: Rechtsanwaltsfachangestellte oder Reiseverkehrskauffrau in einem Reisebüro. Meine Cousine hat damals schon als Reiseleiterin gearbeitet und mir immer von ihrem Beruf vorgeschwärmt. So begann ich meine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau am Münchner Flughafen. Das war auch eine ideale Möglichkeit, die Branche zu erleben – es herrschte eine super Arbeitsatmosphäre unter den Leuten, alle kannten und duzten sich, von der Polizei bis zum Zoll.“

Ljiljana Jovanovic
Reiseverkehrskauffrau und Teamleiterin im Urlaubscenter der Raiffeisen Vertriebs GmbH, München

„Ich bin im Grunde in unserem Hotel aufgewachsen. Aber zunächst habe ich Wirtschaftspsychologie studiert und mich als Fotograf kreativ ausprobiert. Große Teile unseres nachhaltigen Hotelkonzepts fußen auf der Wirtschaftspsychologie.“

Ben Förtsch
Gastgeber und Geschäftsführer Hotel Luise

„Meine erste Ausbildung war in der Hotellerie, wo ich eine Ausbildung zum Koch absolvierte. Dann studierte ich Wirtschaft, war in der Lebensmittelindustrie tätig und danach bei einem Schifffahrtsbetrieb in Lübeck. Im Jahr 2000 kam ich mit Frau und Familie aufgrund des Baus der MS Brombachsee ins fränkische Seenland, wo es uns so gut gefallen hat, dass wir geblieben sind.“

Marcus Wilken
Betriebsleiter der Erlebnisschifffahrt Brombachsee

„Mein Opa hat das Unternehmen gegründet, mein Vater ausgebaut und mein Bruder und ich sind nun die dritte Generation, die es weiterführen. Obwohl unsere Eltern uns nie in diese Richtung drängten, war das Interesse bei uns schon immer da. Neben der Schule arbeiteten wir immer als Ferienjobber. Ich bin dann direkt nach meinem Tourismusmanagement-Studium an der Technischen Hochschule Deggendorf in unseren Betrieb eingestiegen.“

Alina Kagerbauer
arbeitet in dritter Generation im Familienbetrieb Joska Kristall

„Eigentlich wollte ich mal Arzt werden, hatte aber nicht den NC fürs Medizinstudium. Darum habe ich mich erstmal für BWL eingeschrieben, mit einem Schwerpunkt auf Informatik und Technologie. Während des Studiums habe ich mir mit meinem Schulfreund Andi einen alten Camper gekauft, den wir uns eigentlich nicht leisten konnten. Um die Kosten zu decken, haben wir den Camper vermietet. Daraus wurde dann irgendwann ein Start-up, die „CamperBoys“ (mittlerweile „Off“) waren geboren.“

Paul Pizzinini
CEO und Co-Founder der Campervermietung „Off“ (vormals CamperBoys)

„Ich wollte schon immer im Hotel arbeiten. Das gefiel mir, weil man dort nicht ausschließlich am Schreibtisch arbeitet, sondern viel persönlichen Kontakt mit Menschen hat. Nach der Schule habe ich dann auch eine Ausbildung zum Hotelfachmann gemacht und mich später noch in Richtung Wellnesstherapeut weitergebildet.“

Stefan Gebert
Wellnesstherapeut im Romantik Hotel Hirschen in Parsberg

„Ich wollte schon immer in die Gastronomie und fing 2008 eine Ausbildung zum Hotelfachmann im Hotel Oberstdorf an. Dort hat es mir so gut gefallen, dass ich immer noch da bin. Es ist diese lockere und entspannte Atmosphäre in dem 4-Sterne-Superior-Hotel, die tolle Lage in der Natur und die vielen unterschiedlichen Menschen, die zu uns kommen – von Wellness- und Sportfans bis hin zu Familienurlaubern und auch viele Einheimische, die unsere Gastronomie und Gastfreundschaft schätzen.“

Hendrik Heide
Barchef im Hotel Oberstdorf